Stille wohnt hinter der Dankbarkeit

Vor 9 Jahren träumte ich das erste Mal von dieser Stille - sie ist nicht wirklich mit Worten zu beschreiben. In dieser Stille war ich von dem Lärm dieser Welt nicht mehr berührt, es war ein absoluter Frieden, ein Gefühl von "heimkommen".

 

Nach diesem Traum war meine Entschluss klar - ich wollte diese Stille finden. Eine lange Reise begann. Ich suchte die Stille überall, zweifelt manchmal, ob es vielleicht doch nur ein Traum war?

Doch immer wieder träumte ich von ihr - sie ließ mich nicht los. Manchmal war sie mehr im Hintergrund, überschattet von den "wichtigen" Problemen, die ich zu lösen hatte. Ich dachte, wenn ich meine Probleme gelöst hätte, würde ich die Stille finden.

Vor kurzem änderte sich meine Sichtweise grundlegend - ich begann, dankbar dafür zu sein, dass sich all meine Probleme bereits gelöst haben. Dabei meine ich nicht die Dankbarkeit, die der Verstand produziert, weil dir jemand gesagt hat, wenn du dankbar bist, ändert sich alles!

Nein, ich meine die Dankbarkeit, die dich von ganzem Herzen erfüllt. Meine äusseren Umstände waren die gleichen wie bisher, doch ich begann, meinen Zukunft zu leben. Ich begann, einfach dankbar zu sein, dass mein Leben leicht und freudvoll ist, dass ich keine Probleme habe.

 

Je mehr ich diese Dankbarkeit lebte, umso intensiver wurde sie. Ich verstand plötzlich, warum wir gar keine Problem lösen können, denn wenn wir der Ansicht sind, ein Problem zu haben, bekommen wir mehr davon.

Der Verstand gibt aber nicht so leicht auf - er will Beweise! Solange sich nichts Sichtbares verändert, sagt er "das funktioniert nicht" - und sofort bist du wieder im alten Modus. Ich fand sehr effektive Methoden, meinen Verstand auszuhebeln und in der Dankbarkeit zu verweilen.

Dann tauchte sie plötzlich auf - die STILLE - nach der ich so lange suchte. Ich war so tief berührt zu sehen, wie nahe  sie immer war - nur einen Schritt entfernt!