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Kartoffel - Nahrung für die Seele

ein immer wieder unterschätztes Nahrungsmittel

Folgt man der aktuell propagierten LowCarb-Welle, wird die Kartoffel kurzerhand vom Speiseplan gestrichen. 

Ich habe immer wieder Menschen in meiner Beratung, die mir erzählen, dass sie sich lowCarb ernähren, um ihr Gewicht zu halten. Somit gibt es auch keine Kartoffeln, da diese stärkehaltig sind.

 

Sehr interessant ist, dass diese Menschen meist einen sehnsüchtigen Blick bekommen und mir verraten, wie gerne sie immer Kartoffeln gegessen haben. 

Was die meisten dieser Menschen ebenfalls gemeinsam haben - sie haben sehr "dünne" Nerven und teilweise die Erdung verloren. 

 

Wie kann es sein, dass ein Ernährungstrend sich durchsetzt, dass Menschen auf ein so wertvolles Lebensmittel verzichten? Wie kann es sein, dass niemand hinterfragt, ob das wirklich stimmt?

Kartoffeln bieten eine starke Basis, wenn wir in Nöten sind

Anthony William beschreibt in seinem Buch "Medical Food" heilsame Lebensmittel wie die Kartoffel.

Er erläutert, dass die Kartoffel von Natur aus reich an Kalium ist, Vitamin B6 und viele Aminosäuren in großer Fülle liefert, speziell Lysin in hoher Bioverfügbarkeit. Lysin ist ein starker Schutz gegen viele Erkrankungen und Entzündungen. Kartoffeln und vor allem Süßkartoffeln liefern eine große Menge an wertvollen Kohlehydraten, die die Leber und das Gehirn brauchen. Isst man sie nicht in Kombination mit Fett oder Eiweiß, liefert sie der Leber wichtige, reine Kohlehydrate. Hat die Leber genügend dieser hochwertigen Kohlehydrate, und muss nicht erst gegen Berge von Fett kämpfen, um überhaupt an Kohlehydrate zu kommen, fühlen wir uns satt und zufrieden. 

Wichtig ist die Fähigkeit von Kartoffeln, die Leber und die Nieren zu stärken und die Nerven zu beruhigen!

Seelische Unterstützung durch Kartoffeln

Wenn es draußen kälter wird, sind Kartoffeln etwas innerlich Wärmendes und Nährendes. Anthoy William schreibt, dass wenn das Ego mit uns durchgeht, Kartoffeln die Fähigkeit haben, uns wieder in eine innere Gelassenheit zu bringen, so dass Gefühlsausbrüche keine große Chance mehr haben, die Oberhand zu bekommen. Immer wenn wir also Erdung brauchen, sind Kartoffeln unbeschreiblich wertvoll.

Kartoffeln machen Satt, aber nicht dick

Ich habe mich die letzten Monate an Kartoffeln oft satt gegessen - so richtig satt, zufrieden und glücklich. Natürlich habe ich sie nicht mit Fett oder Eiweiß gegessen, ich habe sie oft als Ofenkartoffeln mit einer Gemüse-Curry-Soße gegessen oder einfach pur genossen. Ob als Kartoffelsuppe, als Kartoffel-Gemüse-Auflauf, es gibt so viele tolle und schmackhafte Rezepte. Immer wenn ich das Gefühl habe, ich brauche innere Wärme und Stärke, esse ich Kartoffeln. Und ich habe dennoch abgenommen. Es sind nicht die Kartoffeln, die dick machen, sondern die Butter, das Fett, der Käse oder was auch immer wir dazu verwenden. 

Quelle: Medical Food, Anthony William

Foto: Pixaby/Andreas Böhm